Konflikträume

Konflikte sind ein zentraler, aber oft verdrängter Bestandteil architektonischer Praxis und akademischer Arbeit. Unsere Podcast-Miniserie Konflikträume widmet sich genau diesen Spannungsfeldern und untersucht, wie aus Reibung produktive Energie entstehen kann. Anhand konkreter Erfahrungen aus Planung, Lehre und politischem Diskurs sprechen wir mit Gästen über Ursachen, Dynamiken und Strategien im Umgang mit Konflikten. Dabei geht es nicht um einfache Lösungen, sondern um Perspektiven: Wie Haltung entsteht, wie Kommunikation scheitert oder gelingt – und wie Konflikte zum Motor für Veränderung werden können.

Konflikträume

Neueste Episoden

#3

#3 "Schönheit findet im Gehirn statt" – Peter Grundmann

38m 26s

Für Peter Grundmann ist Architektur ein Aushandlungsort – zwischen Konstruktion und Aneignung, zwischen knappen Budgets und großer Wirkung, zwischen Fachdiskurs und öffentlicher Wahrnehmung. Als Architekt, Urban Planner und ehemaliger Schiffbauer arbeitet er konsequent an den Rändern der etablierten Baukultur und versteht Konflikte als notwendigen Bestandteil eines guten Diskurses.

Wir sprechen mit ihm über sein mit dem DAM-Preis 2026 ausgezeichnetes Projekt für das ZK/U in Berlin-Moabit, über Bauen aus dem Bestand, sichtbare Konstruktion und Selbstbau als pragmatische Antwort auf knappe Mittel. Besonders die kontroverse Kritik aus Leitmedien – Stichwort „Abwesenheit von Schönheit" – wird zum Anlass, über Lesarten von Architektur, über...

#2

#2 "Wenn nicht für mich, dann wenigstens für andere" – Lilli Wetzel

46m 48s

Für Lilli Wetzel entstehen Konflikte überall dort, wo Welten aufeinandertreffen, die sich eigentlich begegnen müssten – Uni und Baupraxis, Studierende und Institution, junge Frauen und alte Hierarchien. Als Architekturstudentin an der TU Berlin, Werkstudentin in der Projektsteuerung, Mitglied bei nexture+ und Mitinitiatorin der Cooperative Mensa bewegt sie sich konsequent zwischen Lehre, Praxis und hochschulpolitischem Engagement.

Im Gespräch geht es um die Diskrepanz zwischen universitärer Ausbildung und beruflicher Realität, um Hierarchien in der Bauüberwachung und um die Frage, wie man als junge Frau in männlich geprägten Strukturen Stimme findet. Besonders die Cooperative Mensa und ihre Arbeit bei nexture+ zeigen, wie aus...

#1

#1 "Widerstand muss man sich leisten können" - Florian Summa

47m 25s

Florian Summa versteht Architektur als Ort der Reibung: Dort, wo unterschiedliche Vorstellungen, Interessen und gesellschaftliche Wirklichkeiten aufeinandertreffen, entstehen für ihn die spannendsten Prozesse. Als Mitgründer von summacumfemmer, Hochschullehrer und Co-Kurator des Deutschen Pavillons auf der Architekturbiennale 2023 bewegt er sich zwischen Praxis, Lehre und kuratorischer Arbeit – und genau dort begegnen ihm Konflikte ständig.

In unserem Gespräch mit ihm geht es um experimentelle Formen des Planens und Bauens, um Verantwortung im Entwurfsprozess und um die Frage, wann Widerstand produktiv wird. Besonders die Arbeit am Deutschen Pavillon „Open for Maintenance“ diente dabei als Beispiel für kollektive Arbeitsweisen, Wiederverwendung und die politischen...