#2 "Wenn nicht für mich, dann wenigstens für andere" – Lilli Wetzel
Shownotes
Für Lilli Wetzel entstehen Konflikte überall dort, wo Welten aufeinandertreffen, die sich eigentlich begegnen müssten – Uni und Baupraxis, Studierende und Institution, junge Frauen und alte Hierarchien. Als Architekturstudentin an der TU Berlin, Werkstudentin in der Projektsteuerung, Mitglied bei nexture+ und Mitinitiatorin der Cooperative Mensa bewegt sie sich konsequent zwischen Lehre, Praxis und hochschulpolitischem Engagement.
Im Gespräch geht es um die Diskrepanz zwischen universitärer Ausbildung und beruflicher Realität, um Hierarchien in der Bauüberwachung und um die Frage, wie man als junge Frau in männlich geprägten Strukturen seine Stimme findet. Besonders die Cooperative Mensa und ihre Arbeit bei nexture+ zeigen, wie aus Frust über fehlende Kommunikation Selbstwirksamkeit entstehen kann. Ein Gespräch über Konflikträume, die erst geschaffen werden müssen, über die Notwendigkeit, anzuecken – und darüber, warum kritisches Hinterfragen und gemeinsames Handeln das A und O sind, wenn sich Strukturen verändern sollen.
"Konflikträume" ist ein Produkt von BauNetz CAMPUS gemeinsam mit Kerstin Kuhnekath. Host und Produktion: Kerstin Kuhnekath Redaktion und Text: Katharina Lux Mehr Architekturcontent aus der Academia aus BauNetz CAMPUS.
Konflikträume wird unterstützt von der AIA AG - die Versicherungsspezialisten an deiner Seite, der dir die passenden Lösungen zu deinem Schutz bereits im Studium bietet.
Transkript anzeigen
00:00:00: uns wird so viel weggenommen und auch der Rahmen zum Lernen.
00:00:02: Und es gibt keine Kommunikation mit uns, wir sind die Hauptagierenden da drin in dieser Universität – und mit uns wird nicht geredet!
00:00:10: Als wäre das Thema was für einen selber so groß ist für die andere Seite komplett nicht dick.
00:00:14: Es braucht unbedingt diese Konflikträume und dieses Anäcken aneinander weil sonst die Motivation komplett verloren geht.
00:00:22: Wenn nicht für mich, dann wenigstens für andere.
00:00:24: will ich jetzt hier
00:00:25: diskutieren.".
00:00:25: Herzlich willkommen zu Konflikträume!
00:00:28: Einem Podcast von Baunats Campus präsentiert von AIA.
00:00:32: Konflikte gehören zum Alltag in der Architektur – auf der Baustelle im Büro, im Gespräch mit AuftraggeberInnen oder Behörden und trotzdem sprechen wir erstaunlich selten offen darüber.
00:00:43: In diesem Podcast geht es genau darum, Konflikte sichtbar zu machen und wie man mit ihnen umgeht.
00:00:50: Was passiert, wenn unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen?
00:00:54: Wann lohnt es sich nachzugeben und wann nicht – und wie kann man Konflikte so führen, dass am Ende nicht nur ein Kompromiss steht sondern vielleicht sogar eine bessere Lösung.
00:01:04: Ich spreche dazu mit Menschen aus Architekturpraxis und Akademiea über konkrete Situationen aus ihrem Berufsalltag.
00:01:17: Herzlich willkommen im Baunetzkampus.
00:01:19: Podcast Konflikträume, Lilly Wetzel.
00:01:22: Du studierst Architektur?
00:01:24: Ich hab den Bachelor gerade beendet also ich fühle mich aber noch wie eine Studentin und ich glaube ich bin auch noch im Studium quasi drin damit.
00:01:33: Okay
00:01:33: mental noch am Studium sehr schön das stimmt es ungefähr.
00:01:37: Und du arbeitest seit mehreren Jahren parallel in der Projektsteuerung und Bauüberwachung.
00:01:42: Und engagierst dich hochschulpolitisch unter anderem bei NEXTCHA Plus, Roundabout EV und der Kooperative Mensa an der TU Berlin?
00:01:53: In dieser Folge sprechen wir über Konflikte... Und zwar zwischen Universität und Praxis, über Hierarchien.
00:02:01: Auch Kommunikationskultur und die Frage wie man konstruktiv mit Widersprüchen arbeitet.
00:02:08: Du arbeitest seit Ende des Jahrhunderts.
00:02:11: Parallel zum Studium bei WBRE BIKON – Generalplanung in Berlin – und bewegt sich damit seit mehreren Jahren gleichzeitig.
00:02:20: zwischen TU und Baupraxis.
00:02:23: Wie kam es überhaupt zu diesem frühen Einstieg in die Projektsteuerung und Bauüberwachung?
00:02:27: Und wie hast du diesen Wechsel zwischen den beiden Systemen erlebt?
00:02:33: Es kam erst mal dazu, wie bei vielen Leuten das meine Eltern beide Architektinnen sind und beide tatsächlich auch in diesem Büro arbeiten.
00:02:41: Das heißt ich wurde sehr früh daran geführt was es bedeutet in der Projektsteuierung zu sein, in der Bauüberwachung.
00:02:49: Mutter war früher Inwurfsarchitektin und dann sind wir eigentlich alle in diesem Büro geendet.
00:02:55: Und dadurch war die Einstiegsschwelle ziemlich niedrig, ich bin durch den ganzen normalen Prozess der Bewerbung gegangen aber ich hatte natürlich nicht so Panik abgelehnt zu werden.
00:03:07: Der erste Einstiege war aber ehrlich gesagt wie jeder Einstiek im Job weil ich hätte da niemanden der mir die Hand gehalten hat sondern ich wurde einfach reingeschmissen zum Projekt geführt und an meinen Schreibtisch gesetzt Und dann wurden mir Excel-Tabellen gegeben und Baustellenberichte, die ich mir angucken sollte um erstmal rauszufinden was da eigentlich passiert.
00:03:28: Deine Qualifikation war ja im Endeffekt noch gar nicht vorhanden?
00:03:32: Nee aber das ist auch eigentlich kein Problem in dem Beruf weil das ein Beruf ist der sehr viel auf Erfahrung basiert.
00:03:42: Das eigentlich auch alles, bis heute hatte ich noch wenig Überschnittsmenge mit dem Studium und dem Beruf selber.
00:03:49: Natürlich versteht man ein paar Sachen besser durch das Architekturstudium aber im Endeffekt muss man irgendwie die Baustelle ein bisschen erleben und feststellen wie Sachen da gemacht werden und einfach jeden Tag weiter lernen.
00:04:04: Das heißt es war eigentlich kein Problem.
00:04:05: Ich war offen genug und wissbegierig genug und habe ein bisschen Wissen mitgebracht, davon wie man irgendwie Prozesse abhandelt.
00:04:15: Aber den Rest habe ich einfach gelernt währenddessen.
00:04:19: Und du hast es umgekehrt wieder eine Wirkung auf das Studium gehabt?
00:04:22: Auf deine Einstellung da oder einen Unterschied vielleicht auch gemerkt.
00:04:25: zu anderen die noch nicht so in solchen Positionen sag' ich mal wirklich arbeiten in der Praxis
00:04:30: Ja, also da gab es zwei Probleme auf jeden Fall.
00:04:33: Erstmal war für mich ehrlich gesagt sogar schon das Grundwissen was ich von meinen Eltern mitbekommen habe davon wie im Häuser gebaut werden und wie wirklich so ein Bau aussieht hat mich total behindert am Anfang.
00:04:46: Also es hat mich super doll eingeschränkt darin weil ich immer dachte ich muss irgendwas entwerfen was gut zu bauen ist.
00:04:51: Ich hab überhaupt nicht verstanden dass wir dann einen Entwurf machen.
00:04:54: in der Uni Und andersrum hatten mir tatsächlich Die Arbeit im Anfang ein Riesenausgleich gegeben.
00:05:01: Gerade die ersten zwei Jahre, glaube ich in der Uni sind extremst anstrengend und fordernd und man macht sich so viel Druck.
00:05:09: und ich hatte immer einen Ausgleich.
00:05:10: wo ich hingehen konnte und habe bemerkt hier sind Architektinnen wir haben das alles schon mal durchgemacht Und die haben mir alle ein bisschen Ruhe gegeben, Leute da.
00:05:21: Wow!
00:05:21: Also das finde ich wirklich bemerkenswert, dass du die Arbeit in einem Büro dann quasi als entspannenden Ausgleichs sind.
00:05:28: Außergewöhnlich finde ich.
00:05:31: Ja, ich habe ja eben deinen Engagement schon erwähnt und du hast es ausdrücklich als Reaktion auf die Diskrepanz zwischen universitärer Ausbildung und beruflicher Realität beschrieben.
00:05:42: Wo zeigen sich diese Unterschiede für dich im Alltag am stärksten?
00:05:47: Ich glaube, um generell auf diese Diskrepanz einzugehen ist es so dass wir in der Uni sehr kritisch nachdenken.
00:05:57: Sehr viel über zukünftiges bauen, zukünftiges planen, zukunftliches entwerfen und auch den Umgang miteinander reden und damit umgehen während ich eben andererseits bei der Arbeit immer realen Alltag sehe und auch genau sehe, wie in Echtzeit eben ein Haus entsteht auf eine ganz andere Art und Weise.
00:06:20: Und ich habe nicht das Gefühl dass da zwischen dieser Schritt dazwischen abgedeckt wird.
00:06:25: Ich hatte nie das Gefühl, dass quasi über die aktuellen Probleme aktuell auch geredet und in dem Moment auch gehandelt wird.
00:06:34: Ich glaube der meiste Aktivismus den ich betreibe in der Uni ist sehr zeitnahe Aktivismus, wenn man das sagen kann.
00:06:41: Also es geht eigentlich um den Moment.
00:06:43: Es geht darum wie man in dem Moment Probleme lösen kann ein bisschen wie auf dem Bau und man sagt irgendwie keine Ahnung mein Haus kracht jetzt zusammen weil jemand was falsch gebaut hat.
00:06:53: ich muss eine Lösung finden und so sehe ich dass quasi in der Uni auch mit dem Aktivismus sich mehr gerade passiert irgendetwas.
00:06:59: Das soll so nicht sein.
00:07:00: Wie kann ich das mit meinem Engagement gerade in diesem Moment lösen?
00:07:05: also du siehst eine Lücke Genau.
00:07:07: Und du möchtest sie schließen?
00:07:08: Ganz genau!
00:07:09: So kurz gefasst, aber eben in diesem Moment von Uni und Lehre und dem was ich sehe dass man quasi was man später noch mitnehmen sollte aus der Uni wenn das Sinn ergibt Ja
00:07:23: doch, dass die Ergebnisse total sind Hast Du denn das Gefühl, dass sich auch übertragen lässt oder dass es sozusagen so... Du denkst ja wahrscheinlich auch, dass es allgemein in der Lehre Platz finden sollte nicht nur an Deiner Uni.
00:07:36: Und gibt es da irgendwie einen Austausch?
00:07:38: An sich ist das ja so die Grundidee, dass man sagt, irgendwie sollten wir alle ein bisschen auf einer Ebene sein und miteinander darüber reden was bei uns falsch läuft oder noch nicht läuft.
00:07:47: Das muss ja nicht immer falsch sein wo eben Konflikte und Probleme entstehen.
00:07:51: Und das Schönste ist ja wenn man dann irgendwo merkt okay ihr habt das gleiche Problem und ein Konflikt und vielleicht hat hier jemand schon Lösungsansatz.
00:07:58: Und tatsächlich über next year gibt es ja immer Vernetzungstreffen alles halbe Jahr gar nicht unbedingt mit einem Ziel rangehen, aber man tauscht sich überhaupt schon mal aus.
00:08:09: Und da werden ganz viele Probleme besprochen und es gibt eben viele Leute die sagen aber an meiner Uni haben wir das so oder so gelöst durch weiß ich nicht einen Austausch mit den Lehrenden oder durch ein Protest oder durch eine geänderte Lehrform.
00:08:23: also ist immer ganz schön in den Austauschen zu gehen.
00:08:29: Wie viel dann immer mitgenommen wird ist auch die Frage, weil wir eben alle nur Studierende sind.
00:08:34: Man hat eben Alltag und man hat auch nicht immer die Handlungsfähigkeit um alles umzusetzen was man woanders sieht.
00:08:42: aber der Austausch ist schon mehr da.
00:08:44: Werbung Der Podcast wird gesponsert von AIA Masterplan.
00:08:48: AIA ist Begleiter für alle Architekt-Innen, die – die schon mitten im Beruf stehen und die, die gerade ihren Weg dorthin starten!
00:08:55: Bei AIA dreht sich alles um berufliche Absicherung, Praxisnaßwissen und Orientierung damit ihr sicher und selbstbewusst ins Berufsleben startet.
00:09:06: Mit den Social Media Profilen von Aia Masterplan bekommt er die Tipps, Tools und Strategien, Das Ziel, euch frühzeitig stark machen, langfristig begleiten und als verlässlicher Partner an eurer Seite stehen für einen sicheren klaren und erfolgreichen Staat in eure berufliche Zukunft.
00:09:28: Schaut vorbei!
00:09:29: Vernetzt Euch – lernt mit AI Masterplan Dein Plan für Sicherheit Orientierung und Erfolg im Architektenleben Werbung.
00:09:38: Ende Diese
00:09:39: Bewegung zwischen
00:09:41: den verschiedenen Kontexten, Universität, Baustelle und Projektsteuerungen, das Engagement.
00:09:46: Wie hat sich dadurch dein Blick auf Architektur denn verändert?
00:09:50: Du bist ja schon von vornherein auf diese Art und Weise geprägt gewesen weil du von vorne rein dir einen Link sofort hattest.
00:09:56: wie wird es denn gebaut?
00:09:57: Mir hat man damals im Studium gesagt Leute die schon vor einer Ausbildung haben, die sind schon so blockiert und festgefahren.
00:10:06: Das ist viel besser frei zu sein usw.
00:10:08: Und sofort was du sagst ist natürlich eigentlich das Gegenteil davon dass man auch sagt klar Freiheit im Kopf ist schön aber wenn da eine Riesenlücke klafft zwischen Studium und dem was man nachher macht dann ist es wiederum problematisch.
00:10:24: hat sich das trotzdem noch mal verändert?
00:10:26: Dann blick auf Architektur.
00:10:28: ja ich glaube Ehrlich gesagt, ich hatte am Anfang ganz, ganz tolle Probleme eben genau mit diesem Thema.
00:10:33: Dass sich das Gefühl hatte Ich bin zu fest gefahren und eine große Erkenntnis wie es auch nicht neu aber war irgendwann dass ich dachte warum soll ich denn unbedingt Entwurfsarchitektin im ganz klassischen Sinne werden?
00:10:46: Und auch das könnte ich noch werden.
00:10:47: Ich glaube nicht, dass mich der Job und alles daran hindert.
00:10:49: Ich glaub das kann auch super zuträglich werden Aber diese Idee davon, dass man nicht unbedingt am Ende in einem riesigen Zeichensaal immer sitzt und den ganzen Tag halt nur ganz tolle Willen- und Einfamilienhäuser, keine Ahnung entwirft.
00:11:08: Ich glaube das ist ja der Gedanke, den man oft hat wenn man in dieses Studium reingeht.
00:11:12: ich glaube dass haben die meisten und das sieht man auch an den ersten Entwürfen Und da habe ich mich dann irgendwann von entfernen können und konnte sagen Architektur so viel mehr.
00:11:21: also diese Problemlösekompetenz ist.
00:11:25: und das A und O bei uns finde ich, dass wir aber in jedem Feld gucken wo sind die Probleme wie können wir die lösen?
00:11:31: Das ist eigentlich fast schon ein sehr rationaler Beruf.
00:11:35: Und da kann man dann eben im Entwurf auch glaube ich seinen Weg drin finden.
00:11:42: Ja also ich glaube das hat sich bei mir doll geändert.
00:11:44: Von dem ersten Punkt, wo ich dachte, oh, ich bin so blockiert.
00:11:47: Ich kann eigentlich jetzt nur noch in die Projektsteuerung und Bauüberwachung gehen bis dahin dass ich bemerkt habe genau das was sich im Job lerne eben Probleme zu erkennen und zu lösen ist auch eine total soziale Kompetenz und das brauchen wir eben alle auch.
00:12:04: Das finde ich total interessant weil jetzt sagst du im beruflichen es ist so dass die Blockade da gelöst wird und du eher das Gefühl hast Lösungen anbinden zu können.
00:12:16: Und das finde ich interessant, weil ich denke im Studium sollte man ja genau das lernen was dieses Lösungen Anbieten sich überlegen auf verschiedenen Ebenen.
00:12:24: Meinst du da ist jetzt aber auch so ein Schiff oder bleibt es immer noch in dem Studium bei dieser klassischen Ausbildung?
00:12:31: Ich glaube da ist auf jeden Fall ein Riesenschiff.
00:12:34: also nicht nur ich glaube ich weiß das auch.
00:12:36: Ich sehe dass besonders natürlich an der TU Berlin sind.
00:12:39: wir eine sehr kritische sehr offene Uni.
00:12:42: Wir haben sehr, sehr flache Hierarchien.
00:12:46: Wir sind in sehr engen Austausch mit den Lehrenden.
00:12:49: Man kann auch danach zusammensitzen Bierchen trinken oder eine Limo trinken Tee trinken und kann sich unterhalten.
00:12:56: man trifft sich am Kaffee In der Theorie Und kann sich eben austauschen.
00:13:03: also da ist schon Wandel natürlich zur klassischen Lehre drin.
00:13:08: Ich glaube aber trotzdem was du auch gerade meintest es gibt immer noch ein sehr starkes Bild davon wie am Ende eine Abgabe zu laufen hat oder dass man eben drei Monate, vier Monate Zeit hat um einen Entwurf zu machen und davon sind drei Wochen Analyse.
00:13:23: Und man muss schon sehr stark mit sich selber kämpfen und auch damit umgehen, dass man vielleicht nicht genau die Noten erreicht, um was anders zu machen.
00:13:31: Also persönlich habe ich immer gesagt mir geht es um den Prozess.
00:13:36: Am Ende ist vielleicht manchmal etwas nicht fertig aber ich habe etwas gelernt und dafür ist die Uni ja da, weil ich weiß meine Projekte sind nicht weltverändernd.
00:13:45: Die sind nicht für echte Menschen sondern das ist ein Traumprojekt was ich hier entwerfe.
00:13:51: und wenn es nicht fertig ist, nicht perfekt ist, dann ist das nicht so wild.
00:13:54: Da leidet niemand drunter Und am Ende habe ich irgendwie einen interessanten Prozess durchlaufen Aber damit erntet man nicht gerade sehr viel Erfolg.
00:14:03: in der Uni glaube ich Das ist immer noch sehr festgefahren.
00:14:11: Es ist ja auch Verhandlungssache, weil der Beruf so vielschichtig ist und sich das Feld seit einigen Jahren gefühlt noch extremer weitet.
00:14:21: Würdest du auch sagen, dass das dazu führt, dass ArchitektInnen im Endeffekt ein besseres Standing haben insgesamt in unserer Wirtschaft vielleicht?
00:14:30: Weil sie sich anders aufstellen.
00:14:31: Also jetzt mal die Zahl hier reingeworfen, dass so weltweit werden ja nur zwei Prozent der gebauten Umwelt sind, da sind überhaupt ArchitekInnen involviert.
00:14:42: Also selbst hier in Deutschland ist es ja nicht so, dass für jedes Haus ein Architekt oder eine Architekte gebraucht wird.
00:14:48: Also siehst du da auch durchaus andere Handlungsfelder als super relevant für unseren Berufsstand?
00:14:54: Also ich finde das super spannend weil die Frage hat so viele Schichten darin, worüber man dachten kann, weil einmal ist es für mich so dadurch, dass wir so viele verschiedene Handlungsräume haben, indem agieren kann.
00:15:07: Ich beschreibe mich jetzt auch mal als Architektin, auch wenn ich noch nicht voll ausgebildet bin aber wir haben so viele Räume wo man eben reingehen kann.
00:15:13: der Beruf weitet sich total auf.
00:15:16: Aber eigentlich glaube ich dass es momentan gar nicht So gut ist das man sich zu.
00:15:23: Wie soll ich das sagen?
00:15:24: Ich will nicht sagen dass man sich soweit entfernt weil das finde ich immer gut jeder sollte neugierig sein.
00:15:28: aber ich habe das Gefühl dadurch das nicht so ein klares Bild von der oder dem Also von dem Beruf da ist, gibt es nicht so diese Gruppe der ArchitektInnen die zusammensteht und sagt wir haben gewisse Werte für die wir einstehen als Berufsgruppe.
00:15:45: Und die wir eben auch in unseren Gebäuden widerspiegelt haben wollen.
00:15:51: Ich glaube das fehlt ein bisschen.
00:15:53: Also bräuchte es nicht eine immense Erweiterung und verschiedene Verästelungen, sondern ein gemeinsames eben noch Lücken schließen.
00:16:01: Aber doch ein klassisches Bild!
00:16:03: Ja so gemeinsame Werte, ein gemeinsanes Ziel irgendwie auch... Es muss ja nicht immer genau das Gleiche sein.
00:16:09: aber ich glaube ist schon schön wenn man rausgeht aus diesem Beruf der so vielschichtig eben auch so sozial ist und wo man sagt ja es gibt irgendwie Fachplanerinnen die gewisse Sachen für einen übernehmen können, aber dass man rausgeht und sagt wir machen Architektur für Menschen.
00:16:24: Und wir denken eben auch für Menschen die ganze Zeit weil das ist unser Job und dahinter steht man und das haben wir alle gelernt irgendwie.
00:16:33: Okay also der hypokratische Eid quasi?
00:16:35: Ganz genau!
00:16:36: Das
00:16:36: Verbindes was die ÄrztInnen schafft hat.
00:16:39: Also es ließ sich ja auch gerade die Genossenschaft der Architektinnen zusammen.
00:16:43: Und ich finde das irgendwie ganz schön, dass man nicht einfach in ihr Welt rausgeschmissen wird und dann alle sagen, hm keine Ahnung, das Bild was wir kennen ist in den Entwurf zu gehen und dann im Büro seine zehn Stunden am Tag irgendwie am Computer zu sitzen.
00:16:56: Ich fühle mich überhaupt nicht verbunden zu der Projektsteuerin, die eben auch eine Architekte in der Ausbildung ist weil man so fern voneinander ist.
00:17:05: eigentlich wäre es schön wenn man da trotzdem gemeinsam zum gemeinsamen
00:17:09: Fundament.
00:17:10: Ja, das ist sehr schön!
00:17:14: Deine Praxiserfahrung liegt stark in den Leistungsphasen fünf bis acht also in Bereichen die stark von Erfahrung, Verantwortung und klaren Abläufen geprägt sind.
00:17:24: Wann ist dir zum ersten Mal bewusst geworden wie unterschiedliche Hierarchien im Uni- und Baupraxis funktionieren?
00:17:31: Ich glaube in meiner ersten Woche schon... Mir ist natürlich immer schon klar, dass wenn man irgendwo neu reinkommt.
00:17:38: Man ein bisschen untergeordnet ist, sagen wir es mal so, weil gerade in diesem Beruf hatte ich überhaupt keine Ahnung was passiert und überhaupt dieses Projekt zu verstehen, was ich da gemacht habe oder zu verstehen wie gebaut wird hat ein bisschen gedauert.
00:17:54: aber das fängt eben bei Besprechungen an Genau wo ich es sehr früh gesehen habe, wer angeschaut wird.
00:18:02: Wer eine Frage gestellt wird, wer nicht angeschaudt wird und wer zum Kaffee machen geschickt wird.
00:18:09: Du sprichst wahrscheinlich von dir, dass du den Kaffeesprach machen musstest?
00:18:13: Und dass du da nicht immer in einer professionellen Rolle wahrgenommen wirst.
00:18:17: Okay!
00:18:17: Da sind wir mal im Konflikt.
00:18:20: Wie gehst du da mit oben?
00:18:21: Was hilft dir trotzdem, souverän zu bleiben und nicht auf den Tisch zu hauen.
00:18:27: Ich hau auch gerne auf dem Tisch!
00:18:29: Also ich habe aktuelle Probleme.
00:18:32: Das liegt nicht an meinem Büro per se das liegt einfach am alten Mustern überall Und ich hau auch gerne auf den Tisch, weil ich brauche das auch manchmal.
00:18:41: Ich brauchte auch so ein bisschen...
00:18:42: Also meinst du jetzt wut?
00:18:43: Wortwörtlich
00:18:44: oder...?
00:18:44: Wortwörterlich haue ich auf dem Tisch!
00:18:46: Ich komme nach Hause vielleicht und hau auf den Tisch oder ich haue bei der Arbeit auf dem Tisch und sonst hilft mir sehr viel Geduld und Diskussion da wo ich die Kraft
00:18:55: habe
00:18:56: und die Energie habe das einzubringen.
00:18:59: Leider leider harte Arbeit auch also persönlich dass ich sage ich hab das Gefühl ich muss mich sehr gut aufstellen.
00:19:06: Ich muss eben auch gut in meinem Job sein, weil es sehr viel leichter ist als junge Frau schnell als quasi eine Sekretärin abgetan zu werden.
00:19:14: Die Nottermine macht und dann bekommt man keine harten Aufgaben oder nichts wo man sich fortbilden kann weiterbilden können.
00:19:21: Und hilft mir halt härter arbeiten.
00:19:23: Mir helfen auch die kleinen Momente zwischendrin, wo ich merke wieviel Wissen ich habe und wieviele Verantwortung ich schon im Büro übernehme.
00:19:35: Aber das ist alles eher auf einer persönlichen Ebene,
00:19:38: nicht genau.
00:19:40: Ja da ist auch eine Lücke in der Hochschule weil die Hierarchie wenn du dir in der hochschule nicht so wahrnimmst und dann in so eine Berufsrealität kommst, findest du die Hochschulle sollte da auch eher darauf vorbereiten oder das zum Thema machen?
00:19:52: Oder macht sie es zum
00:19:53: Thema?
00:19:54: Ich glaube es wird schon stark zum Thema gemacht.
00:19:56: aber an einem anderen Punkt.
00:19:59: also wir reden sehr viel über Feminismus, also wenn wir jetzt beim Feminismus-Thema bleiben das wird sehr viel in der Uni natürlich angesprochen weil das überall auch ein Problem ist.
00:20:09: Nur glaube ich wird wenig darauf eingegangen wieviel Stärke man als junge Frau mitbringen muss und auch als junger Mensch allgemein aber ja auch als junge frau.
00:20:20: es ist spezifisch schwierig.
00:20:23: bei mir jetzt als Beispiel wenn ich zu Kolleginnen gehe wird meistens erwartet dass sich über etwas nicht fachliches reden möchte.
00:20:32: Das ist immer die erste Erwartung von
00:20:33: den Kollegen selber?
00:20:35: Also ich rieche jetzt über, wir haben ja auch mit ganz vielen Gewerken zu tun.
00:20:38: Mit verschiedenen Fachplanerinnen... das sind nicht alles meine Kolleginnen aus dem Beruf sondern meistens die anderen.
00:20:45: Wenn ich ins Büro gehe bei denen um eine Frage zu stellen oder irgendwas zu sagen Ist die erste erwartung dass es um etwas nicht fachliches geht Um
00:20:54: darum
00:20:54: was ich erzählen möchte.
00:20:55: wie mein Wochenende war weiß ich nicht was.
00:20:58: Also da ist selten die Erwartung, dass von mir jetzt irgendeine fachliche Aussage kommt und das habe ich schon stark bemerkt auch weil ich mich jetzt im Charakter nicht zurücknehme.
00:21:08: Ich hab trotzdem meinen Spaß im Büro aber das ist ein bisschen schwierig manchmal das zu vereinbaren.
00:21:14: Und in der Uni ist es eben so, dass man mit sehr vielen Leuten agiert Die selber jung sind oder eben in der Lehre sind dadurch mit jungen Menschen zu tun haben und eben auch mit einem sehr gemischten Publikum zu tun.
00:21:27: Und ich habe nicht das Gefühl, dass die Leute wissen wie problematisch es wirklich ist in ein Büro zu gehen.
00:21:37: Dass vielleicht nicht besonders hip und jung ist.
00:21:41: also das gefühl des thema ist nicht ganz präsent genug dabei.
00:21:46: Ja und vor allen Dingen Es gibt ja auch hip und alt und macht die sache dann nicht besser.
00:21:51: aber Büros in dem man möchte, vielleicht sitzen noch mal ältere Leute.
00:21:55: Ja, also die meisten
00:21:56: und auch wenn wir über Erfahrung reden, Erfahrung ist total wichtig das ist auch ein super asset was wir haben ja dass wir so viele leute haben trotzdem schon solange in berufen drin sind uns schon so viel miterlebt haben aber irgendwie müssen wir das ja auch miteinander vereinen können.
00:22:13: ich muss ja auch etwas sagen können fragen können und selbst wenn quasi mein vorgesetzter oder meine Vorgesetzte Wenn die Person mehr Erfahrung hat und deshalb ein Problem besser lösen könnte, könnte es ja sein dass ich vielleicht trotzdem was am Lösungsweg zu verbessern habe.
00:22:33: Ja.
00:22:33: Ich finde das auf jeden Fall nochmal auch festzuhalten, dass du als junge Frau einfach härter arbeiten musst.
00:22:40: Wenn du jetzt einen Bart hättest und eine tiefe Stimme dann hattest du's leichter.
00:22:43: Auf jeden Fall!
00:22:44: Und ich glaube da muss sich jeder aber trotzdem auch selber einmal zusammennehmen und mal überlegen weil Ich jetzt auch im Zuge natürlich von dieser Aufnahme vorher ein bisschen darüber nachgedacht habe und auch mit Leuten geredet habe.
00:22:58: Und auch von vielen älteren Leuten gehört haben, dass sie merken, dass diese Strukturen zwar an sich kennen und wissen das da Probleme sind aber die selber auch oft bestärken.
00:23:08: Also meine Kolleginnen sagen das auch ab und zu Sie eben eher mal die Werkstudentinnen los schicken um was aufzuräumen Kaffee zu machen, die Milch zu besorgen.
00:23:20: Statt den Studenten der wird dann öfter mal auf die Baustelle geschickt.
00:23:24: Ich hatte eine Mutter selber gefragt ihr hat auch gesagt merkt sie auch dass sie das eher macht?
00:23:29: leider und da muss ein tagtäglich irgendwie ein kleiner Reminder sein und das muss eben aber auch in der Uni festgesetzt werden weil ich habe auch das Gefühl dass selbst da solche strukturen immer und immer wieder aufploppen.
00:23:43: natürlich haben wir es alle drin.
00:23:45: Alle sind so aufgewachsen, also die älteren Generationen, denen ich detekte das natürlich auch seit Jahrzehnten in Haut und Haaren und Knochen.
00:23:51: Ich glaube auch, dass kommt sehr viel... Also wenn ich jetzt im Architekturbereich und auch in der Uni bleibe, kommt das trotzdem sehr viel von diesen Ego, was in der Uni sehr viel geschürt wird.
00:24:02: Also wir machen einzelne Projekte teilweise und man tritt so ein bisschen gegeneinander an.
00:24:06: Man guckt welcher Entwurf irgendwie besonders toll ist und besonders gut ist und da entwickelt sich ein sehr starkes Ego bei vielen Leuten.
00:24:15: und ich merke auch im Joballtag dass dieses Ego quasi oft nicht weggeht und es ist ganz schwierig über Konflikte zu reden weil man sich eben sehr schnell persönlich angegriffen fühlt.
00:24:28: Und da geht es, wenn ich jetzt über so Probleme im also feministische Problem rede dann geht das mir um System was ich da angreife und mir geht's um patriarchales Systeme was ich gerne lösen möchte nicht um einzelne Menschen.
00:24:42: leider fühlt sich der einzelnen Mensch immer sehr schnell angegriffene bei solchen Aussagen.
00:24:47: Ich glaube da ist irgendwie ein Ego-Problem was auch in der Uni noch stark geändert werden sollte.
00:24:52: Ja empfindlich reagieren, weil Ego angekratzt ist und so weiter.
00:24:57: Wie gehst du damit um?
00:24:58: Wie reagierst du darauf?
00:25:00: Hast du eine Strategie, eine bestimmte Kommunikation oder einfach so... Ich hau jetzt auf den Tisch.
00:25:06: Manche Leute brauchen das ja
00:25:07: auch, dass man auf den Tisch haut.
00:25:08: Ja!
00:25:08: Ich glaube, dass ehrlich gesagt bei der Art wie irgendwie teilweise geredet wird in diesen Altersgruppen.
00:25:14: vielleicht sollte ich dann noch öfter auf den tisch haben.
00:25:16: Vielleicht ist es die Kommunikations- nicht lernen gerade ganz tolle diskutieren und auch anstrengend sein.
00:25:23: Wo lernst du das?
00:25:24: Also ich komme aus einem Diskutierhaushalt, aber ich habe auch lange genug einfach gelächelt runtergeschluckt gesagt naja die sind halt so.
00:25:33: und irgendwie denke ich mir wenn nicht für mich dann wenigstens für andere.
00:25:37: will ich jetzt hier diskutieren?
00:25:39: Ich glaube ich arbeite einfach jetzt langsam genug.
00:25:41: schon dass ich das nicht länger runterschlucken kann und merke das aber auch überall mein Büro speziell, sondern überall dass ich sehr viel diskutierfreudiger geworden bin.
00:25:55: Weil ich einfach die Probleme überall höre und sage ich habe gerade noch Energie.
00:25:59: Ich habe noch Stärke dann habe ich Lust das für die Leute zu machen, die das nicht haben.
00:26:05: Wie reagiert dein angekratztes Ego gegenüber?
00:26:08: Dann hast du manchmal das Gefühl Erfolg zu haben oder eher oft weniger Erfolg zu hat.
00:26:13: damit also ich hab mir schon auf den Mund fusselig geredet.
00:26:17: Bei Menschen, die einen auch persönlich gerne mögen, passiert es manchmal dass sie einen trotzdem nicht ganz so ernst nehmen.
00:26:22: Aber da wird schon mehr hingehört.
00:26:24: Oft
00:26:24: bringt's auch gar nichts.
00:26:26: Leider alte Strukturen in jeglichen Arbeitsweisen und alte Gedankensmuster sind nicht innerhalb von zehn Minuten plötzlich aufgearbeitet und umgewandelt aber ich habe jemanden bei der Arbeit speziell, der einfach Abstand von mir nimmt und wir sind immer noch professionell im Kontakt
00:26:43: jetzt
00:26:44: Und das funktioniert für mich, das
00:26:46: ist gut.
00:26:46: Die Menschen, die einem nur Energie rauben... Das ist da die Spreu, die trennt sich vom Weizen.
00:26:52: Genau also halten wir fest etwas sagen im Sinne von Für die Nächsten, die kommen was tun Dennoch den Konflikt nicht nur alleine tragen können und sich selber auch nachsehen und vor allen Dingen wenn man das jetzt nicht schafft zu reagieren Nagt ja gerne dann zu Hause an einem, weil man nichts gesagt hat.
00:27:14: Und dass man sich das auch verzeiht vielleicht.
00:27:16: Das ist ein innerer Konflikt.
00:27:18: Deshalb ist es noch um sie wichtiger und ich glaube auch das ist das was in der Uni so toll ist dass man sagt, wir schließen uns zusammen und wir reden da drüber.
00:27:28: Und wir stehen irgendwie gemeinsam und haben auch vielleicht ein bisschen Zeit und haben einen Kaffee in der Hand und sagen mal was können wir denn machen?
00:27:34: Wenn du das nicht sagen konntest dann kommt halt jemand anderes und steht für dich da ein und das
00:27:39: so ein
00:27:40: gutes System dazu zu gründen ist total wichtig.
00:27:45: Genau weil das Individuum ist dann irgendwann nur ausgepowert.
00:27:49: aber ein stabiles System kann ja wirklich etwas verändern.
00:27:55: Ein Schwerpunkt eines Engagements ist auch die Frage, wie Hochschulen mit Studierenden kommunizieren zum Thema Flächenmanagement oder Kürzung.
00:28:05: Also das sind ja auch sehr unangenehme Themen sag ich mal.
00:28:09: Wie wird denn da kommuniziert mit den Studierendinnen?
00:28:11: Es wird ganz wenig kommuniziert.
00:28:14: Da sieht man wieder hart die Bürokratie ist und wie langwierig und wie lange so Prozesse sind, bis man an irgendwen rankommt.
00:28:23: Aber es ist speziell so dass eine TU Berlin ja durch die Kürzung momentan einige Flechten geschlossen wurden.
00:28:30: auch wegen Anschutzmanagement ist da ganz viel geschlossen worden was natürlich auch damit zu tun hat das keine Sanierungsarbeiten da waren und kein Geld dafür ausgegeben wurde.
00:28:42: Und wir haben da in einem Projekt, wenn uns die Mensa weggekürzt wurde, haben wir quasi unsere eigene Mensa aufgebaut.
00:28:49: Unser eigenes Projekt gemacht und sind da momentan immer noch ein bisschen am Probieren einen Raum zu bekommen um dazu kochen Sachen zu lagern.
00:29:00: Das ist so ein schwieriger Prozess da irgendwie mit jemandem zu reden über ein sehr einfaches Thema.
00:29:06: also wo der Schlüssel zu diesem Raum nicht benutzt wird Da kriegt man niemanden ans Telefon, da kriegt mal jemanden der einem eine Mail schreibt und in Person kann man auch eigentlich nirgendwo anklopfen.
00:29:17: Also das ist ein Konflikt theoretisch da aber er wird so auf Nullebene eigentlich besprochen also dass es gibt keinen Raum um den zu besprechen, lustigerweise.
00:29:30: Einfach?
00:29:32: Niemand da?
00:29:33: Ja, ist auch ne Art und Weise mit was umzugehen einfach nicht zu antworten.
00:29:39: Das ist irgendwie sehr deprimierend.
00:29:42: Ich streite mich gerne manchmal, also ich diskutiere gerne und wenn dann da niemand ist mit dem man eine rationale normale Unterhaltung führen kann fühlt man sich ja auch ein bisschen blöd an irgendeinem
00:29:54: Punkt.
00:29:55: Ja so ignoriert ne?
00:29:57: Wegegnoriert!
00:29:59: Und irgendwie fühlt es sich als wäre das Thema was für einen selber so groß ist und so'n riesen Einschnitt bedeutet.
00:30:05: Jetzt wär das für die andere Seite komplett nicht dick nicht relevant im Alltag.
00:30:11: Ist aus dieser Motivation heraus da etwas gegen zu tun, die kooperative Mensa entstanden?
00:30:17: Genau also das ist sozusagen unsere Antwort darauf.
00:30:20: wir haben auch unsere Probleme in der Kooperative quasi uns selber gut genug zu motivieren weil eben immer wieder... Nicht im Kontakt mit uns aber immer wieder mehr und mehr Einschnitte gerade da sind und da fragt man sich eben auch wofür man Da gerade kämpft, wenn da überhaupt keine Gegenseite da ist, die irgendwie Interesse daran hat mit einem zu arbeiten oder sowas.
00:30:48: Also da gibt es wie so eine Starre?
00:30:51: Eine Schockstarre von der Verwaltungsebene weil sie auch nicht wissen was tun?
00:30:58: Ja also wir haben einfach wirklich... Wir bekommen keine Antworten auf irgendwas.
00:31:04: und das sind nicht nur wir als Kooperative, wir sind ja jetzt auch nicht viele Leute Aber ich glaube, die gesamte Studierendenschaft ist da so ein bisschen auch verwirrt und zurückgestoßen.
00:31:15: Wie schwierig es ist einfach mal kurz mit jemandem über was zu reden?
00:31:20: Wenn ich jetzt lustigerweise an den Beruf denke, wenn das die Art und Weise wäre wie man mit Problemen umgeht... Da hätten wir hier kein Haus irgendwo stehen!
00:31:29: Man muss ja über Sachen beden, um die lösen zu können passiert irgendwie nicht.
00:31:35: Ich weiß nicht, du merkst selber ich bin davon immer noch so irritiert weil dann wenn ich wenigstens jemanden hätte der zu mir kommt und sagt nein ihr dürft das nicht?
00:31:43: Weil wir wollen euch keinen Raum geben, weil wir finden euch doof also
00:31:47: wenigstern.
00:31:48: Dann weiss
00:31:49: ich wo dran ich bin.
00:31:50: aber ich bin da irgendwie als Studentin in der Uni die für Studierende gemacht ist dass es ja kein Ort für irgendwas anderes.
00:31:56: das ist ja wirklich ein Ort für Studiere zum Lernen.
00:32:01: so viel weggenommen und auch der Rahmen zum Lernen.
00:32:02: Und es gibt keine Kommunikation mit uns, wir sind die Hauptagierenden da drin in dieser Universität und mit uns wird nicht geredet.
00:32:10: Das ist irgendwie ein bisschen schwierig manchmal.
00:32:13: Nichtsdestotrotz wollte diesen Frust kanalisieren in Verantwortung also der Versuch sich da irgendwie zu positionieren, sich dagegenzustellen und diese Selbstorganisation ist quasi eine politische Haltung aber auch Praktische Notwendigkeit.
00:32:30: Ja,
00:32:31: um ganz transparent dazu noch zu sein würde ich sagen es braucht unbedingt diese Konflikträume und dieses Anäcken aneinander, sei es das da was Positives oder halt etwas Negatives rauskommt weil sonst die Motivation komplett verloren geht.
00:32:45: Und das sehe ich bei uns gerade.
00:32:47: wir sind irgendwie so einem Punkt wo man sich fühlt als würde man im luftlären Raum versuchen was aufzubauen und Es geht halt einfach nicht weil da nichts ist dass da irgendwie gar keinen keine Motivation ist, weil man so für sich ganz alleine steht und alleine kämpft.
00:33:02: Und dann ... Man nicht weiß wogegen.
00:33:05: also ja ein bisschen Schattenboxen gerade was wir
00:33:07: machen.
00:33:08: Von welcher Seite würdet ihr euch noch Unterstützung wünschen?
00:33:12: Ich glaube ehrlich gesagt auch ein bisschen von der Studierendenschaft.
00:33:17: aber das ist auch persönlich muss jeder bei uns gerade ein bisschen gucken, wo er die Energie hernimmt.
00:33:24: Und es wäre schön wenn noch mehr Studierende tatsächlich auch dastehen würden und sagen würden Stopp wir sind richtig böse aber ich bin wirklich richtig bösen Ich bin richtig so ein bisschen traurig und ich bin böse und denke mir das kann ja nicht sein und es wird irgendwie unser Grundrecht zu lernen genommen.
00:33:42: Warum sind hier nicht noch mehr Leute so richtig azzürnd und heben mit uns die Faust?
00:33:49: dass so ein paar Lehrende einen vielleicht auch noch mehr antreiben.
00:33:53: Weil die können das ja... Ich würde grad sagen, ja treibt uns an und sagt uns wo ist noch mehr Leistung von euch?
00:33:58: Also auch wenn es ein bisschen nervig ist aber ich hätte gerne, ich glaube wir alle hätten gerne noch mehr Menschen, die da stehen und sagen Wir fordern das mit euch!
00:34:06: Und wir sehen euch auch so ein bisschen als Tool an weil wir wissen ihr habt das schon mal gemacht und jetzt macht noch mehr weiter und weiter und weiter weil das ist gut, das ist wichtiger als hier das nächste schicke Entwurfsplakat zu entwerfen, sondern also wir als Co-op Mensa reden ja darüber.
00:34:23: Wir wollen Essen und wir bringen Essen.
00:34:25: Das ist alles nicht viel komplizierter als das.
00:34:28: Grundbedürfnisse
00:34:30: wie Räume auch übrigens oder ein wenig Wärme in einem Studio
00:34:36: Du hast ja eben gesagt auch untereinander ist es natürlich nicht ganz konfliktfrei.
00:34:41: Und wie verhindert ihr, wenn Konflikte aufkommen?
00:34:43: Dass solche Konflikte innerhalb solcher Initiativen euch irgendwie selber blockieren oder aber auch da unsichtbar werden sozusagen.
00:34:51: Also handelt alles lautstark aus und produktiv?
00:34:55: Ich bin ja schon anfangs gesagt in verschiedenen Initiatifen mit engagiert immer ein bisschen im Hintergrund manchmal mehr im Vordergrund und die sind lustigerweise alle auch in ganz verschiedenen Altersstufen Und deshalb wird auch mit Konflikten anders umgegangen.
00:35:11: Also in den schon älteren Organisation ist es meistens so, dass man irgendwann dazu kommt sich ein Manifest zu schreiben und sagt wir legen ihm genauso wie ich eben mal meinte Wir haben Grundwerte.
00:35:23: Wofür stehen wir?
00:35:24: Was wollen wir?
00:35:24: was ist unser Ziel?
00:35:26: Und was akzeptieren wir nicht?
00:35:28: Man braucht irgendwann wahrscheinlich niedergeschrieben einfach so ein paar Grundwerten und Leitfaden an dem man sich lang hangelt und dann kann man daran auch immer überprüfen wenn jetzt jemand von uns intern ein Problem hat und das geht meistens um politische Sachen tatsächlich.
00:35:43: Wenn da ein Problem entsteht, dann kann man einmal gucken was haben wir denn damals mal besprochen?
00:35:48: wird es davon abgedeckt?
00:35:50: können wir irgendwie sagen so dein Problem ist valide in der Art wie wir handeln oder nicht?
00:35:56: Es ist alles so wage beschrieben gerade aber
00:35:58: ich finde das eigentlich nachvollziehbar.
00:35:59: grad dass überprüfen ist ja eine ziemlich konkrete Angelegenheit.
00:36:03: Das ist nämlich das Gegenteil von Konfliktscheu sein immer gucken, passt das so?
00:36:07: Es ist richtig so.
00:36:08: Und ein bisschen muss man sich glaube ich auch weil sich alles ja immer wandelt.
00:36:11: es kommen neue Leute selber wandelt man sich die ganze Zeit Die Prioritäten wandeln sich.
00:36:17: vielleicht ist man eines Tages So komplett dabei sich gegen Faschismus zu stellen und am anderen Tag ist man eher in feministischen Themen drin oder so.
00:36:26: Das ist ja klar wir sind ja alle irgendwie Mitte zwanzig oder sowas und das
00:36:29: hängt ja auch alles
00:36:30: ziemlich zusammen auf jeden Fall.
00:36:32: da muss man aber gucken dass man so ein bisschen Leidfaden hat wo jeder sich daran orientieren kann.
00:36:37: Und man sagt, das sind Themen zum Beispiel die behandeln wir und man muss aber auch sagen in diesen Organisationen hier von halten wir uns fern.
00:36:45: Auch wenn wir alle im Privaten quasi dafür stehen und für sowas einstehen wollen.
00:36:49: bei der Co-op Mensa haben wir speziell gesagt zum Beispiel Wir wollen kein Catering Event sein.
00:36:54: Wir wollen nicht einfach nur immer dabei stehen wenn irgendjemand den wir gut finden irgendwas macht.
00:37:00: da wollen wir nicht mal catern weil eigentlich sagen wir unser Grundsatz ist Essen für die Studierenden als alternative zu geschlossenen Mensa, so einfach.
00:37:09: Es sich gerade automatisch an die Mitarbeiterin, die zum Milch holen geschickt wird, dass man immer wieder auch aufpassen muss, das man nicht kleiner gemacht wird, als man ist?
00:37:17: Also es ist wichtig!
00:37:19: Sich in seinem Wert irgendwie selber kennt und seine Wert aber auch festlegen muss.
00:37:24: Das ist mein innerer Konflikt immer, was ist mein persönlicher Wert und wo stehe ich dahinter...
00:37:31: Ich meine, das ist ja auch sehr konkret was du jetzt auch gesagt hast mit Nexra Plus zum Beispiel.
00:37:35: Dass ihr auch Werkstätten begleitet, Interviews führt und unter anderem Handlungskataloge für Hochschulen.
00:37:40: macht also es nicht irgendwie Wishi Waschi und alle Themen malen alles sollte besser werden sondern sehr konkret Konflikte benennen, Konflichte auflösen durch Handlungsvorschläge.
00:37:52: natürlich habt ihr keine Kontrolle darüber was andere damit machen
00:37:56: aber
00:37:56: es ist auf jeden Fall Wenn ihr ein bisschen was in Bewegung bringt da durch, dann habt er schon Erfolg.
00:38:02: Ja also wenn damit auch nur ein Prozent... okay ein Prozent ist vielleicht sogar viel.
00:38:08: Aber wer weiß?
00:38:09: Wenn aber nur null Komma einen Prozent sich in Bewegungen setzt, dann freue ich mich schon dass da irgendwie etwas passiert.
00:38:16: Speziell wir werden ja sehr viel auch an Hochschulen eingeladen um eben diesen Handlungskatalog fortzustellen und auch in den Austausch zu gehen.
00:38:26: Und da merkt man aber auch immer wieder, wie unterschiedlich das dann plötzlich ausgelegt werden kann.
00:38:32: Also dass wir sagen, wir bringen euch konkret quasi ein Tool was ihr nutzen könnt und man plötzlich einen ganz neuen Konfliktraum aufmacht der vorher gar nicht da war.
00:38:42: ich dachte es ging nur um irgendwie Nachhaltigkeit und Lehre und wie man in der Lehre irgendwie nachhaltig verankern kann.
00:38:48: und plötzlich steht man damit leeren uns in einem ganz anderen konflikter drüber diesen Handlungskratalog auslegen.
00:38:56: Das heißt, da findet man schon auch mal durchaus Gruppen die erleicht sind in Fachgebieten und welche die das Ganze nicht ganz so auffassen wie man
00:39:06: sich das vorgestellt hat?
00:39:07: Ja und lustigerweise kann man vorher gar nicht so genau feststellen wer wer ist weil oft plötzlich eine ganz starke Erwartungshaltung an uns kommt.
00:39:16: also einem wird dann vielleicht an den Kopf gedonnert dass man doch Also, dass das ja noch nicht die ultimative Lösung für alles ist und es haben wir auch nie behauptet.
00:39:24: Das würde ich auch nie behoppten, dass sich die Lösung jetzt für alles habe.
00:39:28: Es ist ein billiges Argument!
00:39:29: Dass total traurig
00:39:31: sie doch die Lösung für alle
00:39:32: liefert?
00:39:33: Genau.
00:39:34: Wir haben da beschlossen, dass wir mittlerweile lieber einfach gerne in Austausch mit Leuten gehen würden statt Vorstellungen zu machen oder sowas weil man da immer am Ende angeprangert wird... nicht reicht, was man da irgendwie gemacht
00:39:46: hat.
00:39:47: Also ein bisschen die Mentalität der man dann begegnet und Leute wollen etwas vorgesetzt
00:39:50: bekommen?
00:39:51: Ja!
00:39:52: Wie entscheidet Ihr intern ob man diplomatisch reagiert oder eine klare Konfrontation notwendig ist?
00:40:00: Das ist immer ein bisschen schwierig.
00:40:03: dadurch das Nextger von der Aufteilung her tatsächlich unter AG.
00:40:08: es hat, also gewisse AGs und da kann man dann an dem Thema arbeiten was einen irgendwie interessiert.
00:40:14: Und so zum Beispiel auch den Handlungskatalog.
00:40:16: Da geht's halt um zukunftsfähige Lehre.
00:40:20: und dann gibt es auch eine Unter-AG die eher einfach
00:40:23: das
00:40:24: nennt sich der Nachwuchsreport die machen Umfragen und da sammeln sich schon Leute an die sehr ähnlich agieren.
00:40:31: und tatsächlich ist es so dass wir sagen Wenn man persönlich eingeladen wird an einer Hochschule zu reden, dann darf man das auch persönlich auslegen wie man möchte.
00:40:39: Also da ist die Freiheit da.
00:40:41: wenn ich sage Ich möchte mich jetzt streiten Dann kann ich das auch machen.
00:40:45: aber so ein bisschen spricht man vorher mit ein paar anderen Leuten um sich auszutauschen zu fragen Wie hast du das denn damals dargemacht?
00:40:52: Und dann ist es ziemlich frei.
00:40:54: Das klingt total gut!
00:40:56: Also flexibel
00:40:57: halt auch.
00:40:57: Jaa Es ist auch ehrlich.
00:40:59: tatsächlich Ich kann nicht immer komplett neutral irgendwo stehen.
00:41:05: Das ist nicht meine Persönlichkeit und wenn das von mir erwartet wird, darum ist es ja Ehrenamt und freiwillig.
00:41:10: Wenn jemand mir sagt ich soll mit einem sehr prekären Thema komplett neutral umgehen dann möchte ich das nicht machen und da weiß ich was mein Wert ist und da gerate ich sonst komplett in Konflikt mit mir selber weil ich das so nicht möchte.
00:41:24: dafür stehe ich nicht ein.
00:41:26: Dafür ist Engagement auch nicht da dass man sich da selber zu sehr verbiegt.
00:41:30: Ich muss manchmal denken, dass emotionale Reden von Politikerinnen oder Leuten die anführen.
00:41:38: Dass sie auch wirklich viel bewegen.
00:41:41: Also Emotion immer auszublenden und nur diplomatisch zu sein ist gar nicht nötig!
00:41:46: Das ist lustig weil ich finde Emotionalität ist ein schlecht behaftetes Wort.
00:41:51: Ja klar, weil es... Es ist aber so schade.
00:41:55: Was catcht einen in der Kunst und eben auch in der Politik?
00:41:59: Das sind die emotionalen Themen und Leute, die mit Herz reden.
00:42:03: Sei es ob sie wütend fröhlich oder keine Ahnung sonst was reden?
00:42:09: das was mich mitnimmt.
00:42:10: Das Wichtige ist ja auch dass es nicht als Gegenargument gegen Menschen verwendet wird.
00:42:15: Wie schützt du dich vor Überforderung oder auszubrennen in deinem Engagement im Studium.
00:42:23: Okay, das hast du jetzt quasi abgeschlossen mit Werkstudierenden Tätigkeit mehrere Formen von Engagement parallel.
00:42:29: Hast du eine bestimmte Strategie dich zu schützen?
00:42:31: Ist dir das bewusst?
00:42:32: Fühlst du das manchmal?
00:42:33: Das ist ein bisschen vieles?
00:42:35: Ich fühle das sehr oft!
00:42:36: Also ich will das nur einmal klarstellen.
00:42:38: Ich kann das auch nicht gut händeln, alles!
00:42:40: Das ist nicht so.
00:42:41: es gibt da Leute die können das besser hinnehmen aber irgendwas leidet immer.
00:42:44: wenn man alles machen will dann leidet irgendwas immer.
00:42:46: Das kennen wir glaube ich auch.
00:42:48: Ich habe einerseits das steht ganz ganz oben ganz tolle Familie und Freunde mit denen ich auch ganz viel rede.
00:42:56: über die Konflikte erlade ich natürlich auch was ab.
00:42:59: Für mich das A und O, ich stehe nicht ganz alleine da.
00:43:02: Und ich kämpfe nicht für alles alleine und mache nicht alles alleine.
00:43:05: Dann weiß auch, dass ich nicht der einzige Mensch auf der Welt bin und wenn ich mal ausfalle oder mal Prioritäten setze und sage was eine muss jetzt hinten anstehen... ...dass die Welt nicht untergeht mir reißt niemand den Kopf ab.
00:43:19: Es ist okay!
00:43:20: Und so ein bisschen Struktur darin zu haben ist extremst wichtig.
00:43:26: Und zwar einerseits Struktur zu haben, wann ich arbeite und da mich nicht rein sagen zu lassen.
00:43:32: Das geht ja auch gerade in unserem Job sehr leicht, dass man dann doch nochmal länger und länger bleibt.
00:43:36: Das lerne ich auch immer noch weiter, das sich sage Ich habe halt meine Stunden und solange arbeite ich Und so sehe aber auch die Uni und so sehe ich auch das Engagement.
00:43:46: Die sind auch in Stunden darin und Manche Sachen sind manchmal wichtiger und manche sind weniger wichtig.
00:43:51: also ich glaube anders geht es nicht.
00:43:54: Dann ist man irgendwann komplett im Burnout drin und eben dann nochmal, wie mit allem alles so ein bisschen abschalten zu können.
00:44:05: Ja wir kommen zu den letzten beiden Fragen.
00:44:06: du wechselst für den Master an die Angewandte in Wien also in einem Kontext der als deutlich künstlerischer gilt als CTO Berlin.
00:44:15: was nimmst du aus berlin mit gerade mit Blick auf Konflikt Kultur und institutionelle Strukturen?
00:44:20: Du hoffst, dass jemand mit dir redet.
00:44:22: Vielleicht wenn du im Raum möchtest
00:44:23: reiten die ganze Zeit?
00:44:24: Nein!
00:44:26: Ich nehme tatsächlich kritisches Denken ganz viel mit.
00:44:28: Also hinterfragen und schauen wie Strukturen laufen und die Freiheit, die Strukture auch für mich auszulegen.
00:44:37: also so wie ich mich darin wohl fühle und ich ziehe da so viele Lehre raus wie ich kann.
00:44:41: Das habe ich schon an der TU gut gelernt weil die Professorinnen das da gut unterstützt haben und das möchte ich da auch so weitermachen.
00:44:50: viel Lust zu reden und in den Austausch zu gehen.
00:44:52: Und wenn Probleme da sind, die anzusprechen um zu gucken ob man sie lösen kann.
00:44:57: Du bist ja auch ein politischer Mensch.
00:44:59: Da wird man ja an der neuen Uni wahrscheinlich auch wieder auf die Leute treffen, die sich engagieren?
00:45:04: Und da ist auch gerade ein ganz anderer Wandel habe ich gehört.
00:45:06: Die haben auch gesagt dass Sie da total viele Anknüpfungspunkte sehen wo ich meinen Spaß quasi hätte Weil da mitgestalten eben gerade mehr und mehr zum Thema wird.
00:45:17: Und das finde ich schön, da habe ich Lust drauf.
00:45:19: Das habe ich an der Uni auch gelernt dass es machbar ist, dass es irgendwie das Schöne man kann eigentlich alles machen als Studierende Man hat so wenig Verantwortung noch, man kann so viele Sachen einfach machen.
00:45:30: Du hast ja früh gelernt dich einzumischen und Verantwortung zu übernehmen.
00:45:34: Was würdest du jüngeren Studierenden hier an der Stelle gerne mitgeben?
00:45:38: Die merken das sie mit bestehenden Strukturen hardern, aber noch nicht wissen wie sie damit umgehen sollen.
00:45:43: Ja dann ist es genau das!
00:45:45: Man hat ganz viel Handlungsfreie im eigentlich und man kann die einfachsten Sachen machen.
00:45:50: wenn man ein richtiges Problem irgendwo hat kann man sogar einfach mal den Stift hinlegen sagen ich mache das nicht Und man kann sich Leute suchen.
00:45:58: sucht euch alle Leute.
00:45:59: sucht Euch die Menschen um euch herum die die gleichen Werte haben oder ähnliche Werte und diskutiert mit denen weiter und macht vielleicht einfache Sachen Und dann lenkt aber auch immer dran Atmen zwischendrin.
00:46:13: Es ist zwar eine riesen komplexe Welt, der Druck liegt nicht auf einem ganz alleine.
00:46:19: Ich glaube das ist ganz wichtig.
00:46:21: Ganz herzlichen Dank für das Interview Lilly Wetzel!
00:46:24: Danke schön.
00:46:26: Das war Konflikträume, der Baunetz Campus Podcast präsentiert von AIA.
00:46:31: Wir freuen uns wenn ihr beim nächsten Mal wieder rein hört und wenn ihr eine Bewertung da lasst.
00:46:36: Redaktion Sorana Radulescu & Katharina Lux.
00:46:39: Veröffentlichung Katharina lux.
00:46:41: beide Baunets Campus Moderation und Audioproduktion ich Kerstin Kunekat Berlin.
Neuer Kommentar